New York Jets vs. Grey’s Anatomy

12:04 pm Vermischter Schwachsinn

Meine Damen und Herren, die Herren in grün-weiss haben gegen die Indianapolis Colts erwartungsgemäss den kürzeren gezogen, und somit ist der Superbowl-Traum einmal mehr für ein Jährchen ausgeträumt. Schade, durchaus, inbesondere wenn man meine persönlichen Umstände des Abends analysiert: Übertragung auf “Schweizer Sportfernsehen” war spätestens nach 30 Sekunden untragbar, und zwar, wie so oft, wegen des Kommentars, der irgendwie einmal mehr an Hornussen erinnerte. Voller Übermut suchte ich dann mit der Hilfe von Pierrot Winter aka Babyblu, Moderator bei Couleur 3 und für die Schweiz in Sachen Hip Hop aber sowas von schon ewig dabei,  der irgendwo eingeschneit im Wallis war, über Facebook-Dialog nach einem Link für einen geschickten Stream (ich weiss, das klingt schon relativ Web 2.0). Während der Pierrot relativ schnell fündig wurde, musste ich weiter suchen, weil bei mir keines dieser verdammten Dinger öffnete. Als ich dann ebenfalls irgendwann ein Bild kriegte und mich textmessagemässig mit Timothy Bryce abgleichen wollte (Ihr wisst schon, ein lockeres YESSSDUUU oder so!), merkte ich, dass mein Stream verschoben war – der hatte zeitliche Verspätung!

Das hinzunehmen wäre mir fremd, also ging ich zur einzigen, am Sonntagabend offenen Übertragungsstätte in town: Das Anfield. Und ja, so working class wie das Ding klingt, war es gestern abend auch. Jeder Tisch und jeder Stuhl war (ist) leicht speckig, es waren 6 oder 7 Leute da, 3 Vertreter einer erst vor kurzem selbständig gewordenen Region im Balkan surften auf dem Free-Internet-Computer Usgang.ch und guckten Chicks an (Woah, Shit, ey, voll geil!), daneben gab es weitere 3 Typen, die sich doch tatsächlich ein bisschen Nordafrika-Cup reinzogen, zwei Komiker, die Shuffle-Puck spielten, und meine Wenigkeit. Nebenher plärrte Jukebox-Rap (also natürlich R’n'B) aus den Boxen, und die Cola Zero (hey, sonntagabends beginnt die Diät wieder!) gab’s in der Dose, dafür ohne Glas und Liebe. Angesichts dieser Umstände war es relativ klar, dass das nicht mein Abend werden und Herr Manning die Jets wohl nach Hause schicken würde, was dieser ja dann auch tat. Item, ich glaube, den Superbowl ziehe ich mir dann trotzdem rein. Einfach weil ich kann und Zeit habe und so.

P.S.: Als sich gestern die Fränzi Aufdenblatten im Riesenslalom von Cortina d’Ampezzo seitlich hinlegte und ihr nachher noch der Ski hängen blieb, winkte meine Wenigkeit ab und sagte “Kreuzbandriss”. Dass meine Ferndiagnosen akkurat scheinen, ist damit bewiesen. Bei der nächsten Ärzteserie mische ich vorne mit. Bei den Defibrillatoren. Und Intubieren kann ich auch schon vom Fernsehen, das hat der Clooney immer gemacht. Womit die Zweitkarriere aufgegleist wäre.

2 Responses

  1. Timothy Bryce Says:

    Ja, geilo war es leider nur bis zur Halbzeitpause (oder kurz vorher).

    Ich habs geahnt, wir sind ein bisschen zu optimistisch in das Ding rein, “the Sanchize” hat ein bisschen zu sehr den Arm ausgefahren anstatt dass wir sie mit dem guten alten “ground and pound” mürbe gemacht hätten.

    Schade.

  2. Lu Hai Rui Says:

    Zum Glück hab ich das Ganze verschlafen.

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