Dinimuetter.ch-Kick-Off/Corporate Thuggin’ 109 Legenden

12:04 pm Vermischter Schwachsinn

Meine Damen und Herren, ich bleibe stichwortartig:

- Freitag, Discoshit! im ROK. Der Mike aka Hakan ist busy, irgendwelche red-bull-gepanschten Warmgetränke zu organisieren. Ich gehe mir ein Kalorienminus anjoggen, damit ich nachher quasi Reserve habe.
- Die Rainboys aka Sab & Sosza fahren ein und machen einen auf dicke Hose. Gut so.
- Wir fahren in den Clööööb. Dort hat’s vor dem DJ-Pult eine FRISCH GESTRICHENE BÜHNE! Klar, man hätte das Ding auch am Montag streichen könne, also vier Tage vor der nächsten Party und nicht am Freitagmittag aka 8 Stunden vor dem nächsten Anlass, aber easy. Ich lasse das Ding entfernen, sprich der Mike T. (no relation to Hakan) und unser Michi F. (nicht zu verwechseln mit dem Tommy F., einmal mehr) im Flanellhemd legen Hand an. Ich nehme derweil mein Handy raus und tue so, als sei ich mad busy.
- 22 Uhr, get in. Unsere Kassenmädchen (“dürfen wir auch zu zweit kommen? Wir teilen uns die 100.–!” LOOOOOL) erledigen einen hervorragenden Job, sind charmant, gutaussehend und verweigern dem Emmster das für Frauen gedachte Eve-Bier (n/h) konsequent und mit einer einleuchtenden Begründung (“Mario, Du hesch jo ned emol Brüst!”). Argumentatorisch so aus den Bahnen geworfen geht der Emmster nach draussen und guckt, was geht. Dort sieht er 50 Leute, die sich alkoholisch auf Discoshit! vorbereiten. Ein gutes Gefühl macht sich breit, was auch an diesen warmen Shots (hey, es klingt hässlicher, als es ist) zu verdanken sein muss.
- Sab & Sosza geben sich die Ehre, lassen am Anfang R’n'B drehen und gehen dann straight clubbig.
- Die Hütte füllt sich, mehr und immer mehr. So um eins ist sehr gut gefüllt und die Leute scheinen es zu fühlen. Widerwärtige Song Requests (nein, Mike, ich sage meinen DJs NIEMALS Im LEBEN, sie sollen Jump Around spielen) lassen wir schleifen, geht auch so gut.
- Irgendwann ist zwei oder halb drei, die Hütte voll und am kochen. Ich kriege ziemlich positives Feedback (eigentlich sehr positives, aber man muss ja vorsichtig sein). Dann ist plötzlich vier Uhr und die Hütte ist immer noch voll, und ich merke, dass die Jungs offenbar wirklich den Nerv treffen. Sab & Sosza wechseln aus und dafür müssen sie ein (echtes, sprich nicht-digitales, sprich keine Serato-Platte) Vinyl benutzen: ausgerechnet Sido – Fuffies im Club. Die Stimmung (tatsächlich) geht dort auf ein gefühltes Superhoch. Halbstündiges Abschlusset, bei dem sich irgendein Gast extrem darüber enerviert, dass die Jungs Smells Like Teen Spirit von Nirvana nach zwei Minuten durch Totalschaden ersetzen (Als DJ muesch das doch e chli im Gfühl ha! – Fool, Du bisch de einzig wo reklamiert, lueg mol, d Lüüt göhnd mega ab! – Jo, aber glich! LMFAO!).
- Um zwanzig vor fünf übernimmt Dude von der After-Hour, Abrechnung bereits gemacht, mehr als zufriedenstellend, it’s a wrap, ich bringe die DJs in ihr Hotel. Dort sitzt, in der Lobby direkt unter einem No-Smoking-Zeichen, der legendäre A. (“Jedes Unternehmen hat Kreditoren und Debitoren”). Was er direkt unter diesem Schild tut, muss ich Euch nicht erklären. EINE LEGENDE IST ER!
- Fazit: Sehr guter Abend, musikalisch müssen die härtesten 10% Elektro weg, dafür muss das ganze noch discoider werden, insbesondere im Warm-Up und in der Phase zwischen Warm-Up und dem alten Dave Guetta. Mehr sanftmütige Mashes dürfen auch rein, kurz: die ganze Soundkurve muss einwenig nach unten verschoben werden. Sonst, da bin ich mir sicher, kommt das sehr, sehr gut.

- Samstag, Zwischenbilanz. Wir entscheiden uns bei Russian Roulette gegen das Fasnachtsprogramm mit Flaggen und ähnlichem und lassen stattdessen die Promo das ihrige tun. Ich schicke Sab & Sosza heim und warte au den Solo.
- Abholen, einchecken ins Hotel, Essen mit ebenjenem Dude und dem Marquito Z. Dann ins weisse Schaf, dort ist Apéro angesagt. Von Grand Marnier, und ein bestimmter Michael von der Heide gibt sich die Ehre. Ich werde darum gebeten, MvdH anzusagen, der dann ein Showcase (kein Konzert, da nur mit Gitarrist Marcel unterwegs) gibt.
- MvdH übernimmt die Stage. Ich gehe mal nach unten zu Hands Solo.
- DJ ITI macht das Warm-Up und geht nach eigener Aussage eher langsam und sanft rein. Dude sagt das und spielt in den ersten 30 Minuten ca. 7 Hits. Die Rechnung ist einfach: der Mann hat mad viele von denen.
- 12 Uhr, Hütte schon mehr als gut voll, Hands übernimmt. Über dessen DJing sage ich hier mal nichts, da habe ich schon zu viele Superlative verloren. War einmal mehr vom feinsten.
- Draussen stehen die Leute Schlange, der Laden ist schon gerammelt voll. Dann wird der Klub noch voller und die Leute, die darin sind auch, und der Hands spielt und die Leute stehen an und wollen rein und ich versuche es aber es geht nur so halb und das ist mir zwar unangenehm aber auch nicht und darum betrinke ich mich auch einwenig aber viel zu sanft denn ich merke nichts und weil ich das alles nur noch so im Zeitraffer wahrnehme lasse ich hier die Satzzeichen weg.
- Halb drei, auf dem Höhepunkt der Stimmung fällt der Strom aus. Ali behauptet, ich hätte das geplant, habe ich aber nicht, schuld waren die Eisblöcke von Russian Standard, die standen wohl auf dem Hauptstromverteiler (LMFAO). Jedenfalls war die Optik grossartig: es sah so aus, als hätten wir das Ding so krass eingerissen, dass sogar der Strom weg war (Ali, ich muss zugeben, die Idee wäre grossartig gewesen, aber hey, ich war’s wirklich nicht!).
- Die Leute lassen sich aber nicht entmutigen und singen zum Ersatz halt selber. Dafür gibt’s Pluspunkte. Für die Auswahl der Songs weniger (Seven Nation Army und dann “Hölle, Hölle, Hölle“. Ernsthaft. Ich weiss nicht, wer auf die Idee gekommen ist, aber ich hoffe, es lag am “Das ist Wahnsinn“-Teil).
- Fünf Minuten später, Strom back on, Stimmung back on, Durchdrehen ist angesagt.
- Der Mann Capo Cris ist zurück von der Slangnacht zusammen mit R.A.F, Celaya und noch jemandem. Ich versuche, sie noch irgendwie in diese Sweatbox runterzukriegen, aber no way. Keine Chance mehr.
- Vier Uhr, eigentlich fertig. DJ ITI, der um viertel vor drei übernommen hat, sind die Hits ausgegangen, darum spielt er wiederholt “Hotel Room Service” vom alten Pitbull, die Hütte immer noch voll.
- Halb fünf, Hütte immer noch gut voll.
- Fünf, Abrechnung und raus hier.
- Bäckerei Hänggi, der Security-Dude lässt mich nicht rein, ich sage, ich sei auf der Guestlist, er findet’s lustig, ich frage, ob es sei, weil ich schwarz bin, auch das findet er lustig, der Hands auch, aber ich habe Hunger, dann lässt er mich rein und die Schlange bei der Pizzaecke ist 10 Meter lang. Also raus hier, zur Bäckerei Meile, dort der Bäcker-Konditor-Fachfrau erklärt, man wolle eine Energy-Milk mit DJ Bobo drauf, obwohl man den seit der Vampire-Tour nicht mehr so höre, weil er zu kommerziell geworden sei. Zwei Damen aus dem Balkan finden das ebenso witzig wie wir, darum nennen wir als unsere neuen Favorite Artists verschiedene Schweizer Rapper der vorderen Chartplätze (Top 10). Irgendwann wird das alles zu abgedreht, also ab ins Hotel. Wrap.

Fazit: Ich bin erklärtermassen im Clubausverkaufsbusiness tätig, no offense an die Leute vom Südpol und so. Am Samstag scheint das geklappt zu haben, da waren gefühlte 2000 Leute im Club. Und damit geht unser Kick-Off-Wochenende mit von mir aus gesehen sehr gutem Start in die Geschichte ein.

12 Responses

  1. Prestige Says:

    Sounds like a wrap indeed! Ich werd mich bemühen auch mal vorbeizukommen!

  2. emm Says:

    Besser Du tust es. Hast wirklich was verpasst!

  3. Prestige Says:

    Am Freitag war ich allerdings auch gut unterwegs, wie auf Frankie’s Blog nachzulesen ist, LOL!

  4. Saschino Says:

    Ich war ja auch an der Slangnacht. Wollte mal den Neezy und den CBN sehen.. Nachdem ich dann den guten Capo Cris, die Herren Dynamico Duo und einen unfreiwillig “komischen” Steven Egal erblickt hatte, tauchte bei mir die Frage auf: “Was treibt eigentlich RIKK LOVE?!?”

    (vielleicht kann mir der gute EMM weiterhelfen?)

  5. Frankie A. Says:

    Prestige du hättest vorbeischauen sollen. Luzern applaudiert euch selber. Das schwarze Schaf hat echt Spass gemacht!!!

  6. Prestige Says:

    @Frankie: Ich musste kurz mal eben ein ilegales Pokerturnier gewinnen um meine Ausgaben vom Samstag ein wenig zu mindern (true talk) – man kann nicht immer auf allen Hochzeiten tanzen! Naja, vielleicht klappt es nächstesmal!

  7. Prestige Says:

    Ich mein natürlich die Ausgaben vom Freitag (you know what I mean)..LOL

  8. emm Says:

    @Saschino: Ohne Witz, keine Ahnung. Und das lustige ist: Niemand scheint das zu wissen…

    @Frankie A.: Ich werde es der Stadt so weiterleiten… ;)

  9. DiniMuetter.ch – Sexy because we can. » Blog Archive » Discoshit! & Russian Roulette: Die Rückblende! Says:

    [...] http://www.renne.ch/archives/1888 [...]

  10. hakan 10 Says:

    @frankie a.: danke für die show, das kino war post-hollywood gross!

  11. jy Says:

    hier werden wahrhaftig kassenmädchen erwähnt, aber keine jy die, als ihr alle schon geschlafen habt, luzerns (sehr attraktive) türsteher anmachte! dieser blog ist ein witz mario. ein witz ist das.

  12. emm Says:

    @jy: Was soll man denn über Dich hier noch sagen? Du hast Dich ja so normal benommen für Deine Verhältnisse, da war nichts auffälliges dabei. Und wo Du die attraktiven Türsteher gesehen hast, weiss niemand, der in LU wohnt…

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