It’s a Man’s World

Vermischter Schwachsinn 6 Comments

****Das ist ein Disclaimer: Grosses Bloggerkino am Horizont, ich muss ab dem Artikel nämlich selber lachen****

Okay, meine Damen, der Skatermichi geht ja jetzt in die USA und so. Er geht aber nicht alleine, sondern er hat die Herren Schnellson Fernandes aka Uri S. und den Mann Alex R., Geheimagent aus dem ehemaligen Sowjetreich und in Insiderkreisen bekannt als die ukrainische Antwort auf Shawn Bradley aka The Stormin’ Mormon aufgehakt. (Sidenote: Es ist bis heute nicht sicher, ob irgendein Staat der Welt überhaupt eine Antwort auf Shawn Bradley hätte geben sollen, oder ob der Shawn nicht ein Argument Gottes war, das man als Zeichen seiner Überlegenheit und Launen besser einfach so im Raum hätte stehen lassen. Das hat jetzt hingegen nichts mit dem Mann Alex R. zu tun.) Ausserdem fliegt des Antwort-auf-Shawn-Bradleys bessere Hälfte, die ich nicht kenne und für die ich deshalb hier auch keinen flyen Übernamen finde, ebenfalls mit. Jedenfalls ist das die USA-Ferienreise, die die vier Exponenten unternehmen, bevor der Michi am Ende dieses Trips in Kanada anlangt, wo er dann bis Weihnachten bleibt und dort mit den bewegungstalentierteren Elchen (es gibt ein Casting!) Tanzroutinen für Discobeats einstudiert und getrocknetes Farnmoos von überdicken Ahornbäumen zu bewusstseinserweiternden Substanzen verarbeitet. Und dieser Trip (pun intended) der vier Abgeordneten sieht folgendermassen aus:

 - Zuerst geht’s klassisch-prollig ins Malle der USA, den Staat der alten Leute und der Papphäuschen (hey, man braucht ja eh ein Neues nach der Hurricane Season), also nach Miami, Bitch. In Miami tun Männer von Format (und dafür halte bzw. hielt ich die drei Herren bis anhin) das, was man in Miami tut – man sippt Wet Willies, so wie Ludacris das hier schön beschreibt, versucht, ein Meet & Greet mit Herrn Rosé aufzugleisen, schiebt evtl. noch ein paar Kilos an der Küstenwache vorbei, geht nach Key West um frühmorgens Delphine zu gucken (n/h) und geniesst das grundsätzliche Leben am Strand und mit den Nixen auf Platz, die, so habe ich gehört, alles Videohoes seien und in den nicht abgedrehten Emm & Young M Clips die weiblichen Hauptrollen spielen möchten (letzteres ist nicht sicher, ich schreibe ja, ich hätte das nur gehört). Evtl. und bei wirklicher Liebe zur Sache gibt man sich noch schnell ein paar Alligatoren in den Everglades, sonst aber gibt’s ausser Abgehen auf David Guetta Remixes in M.I.-Yayo gar nicht mal so viel zu tun. Soweit so gut allerdings, Miami ist geil und für Shopping und einwenig den Traum leben reicht’s bei weitem.

- Dann aber fahren die vier Bremer Musikanten ja gen Norden. Und da beginnt nun das Problem, denn ich selber hatte diese Reise in mehr oder minder gleicher Form auch mal vor und hatte schon damals Angst, dass mir nördlich von – sagen wir – Fort Lauderdale, also ca. 30 Minuten von South Beach Miami, das Gesicht im Auto wegschlafen würde, als wär DJ Khaleds fortwährend aus dem Radio plärrende Stimme eine sogenannte iDrug. Nichts gegen den Rest Floridas, und ja, in Orlando gibt’s ein Six Flags und in Jacksonville spielen die Jaguars (lol, who gives a rat’s ass?!?), dann aber wird die Luft dünn. Denn nördlich von Florida liegt Georgia. Das beste an Georgia ist Atlanta (sagte mir ein Dude aus Atlanta, Georgia). Und das beste an Atlanta seien faktisch die Strip Clubs (sagte mir ein Dude aus Atlanta, Georgia). Sonst (sagte mir ein Dude aus Atlanta, Georgia) sei Georgia nicht wirklich bereisenswert. Das mag falsch sein (gerade an der Küste gibt’s da sicher den einen oder anderen Ort, wo sich drei Männer und ein Mädchen (LOL, der Satz beginnt schon geil!) mit wehenden Leinenhemden an Stränden vergnügen können (nicht so, Ihr Perverts)), aber wer ein bisschen kartenversiert ist, der sieht, dass die grossen Freeways in diesem Staat alle dasselbe tun, nämlich direkt durch den Staat (oder nach Atlanta, Georgia) führen.

- Weiter also. Als nächstes kommt auf der Reise nach Norden South Carolina. Sweet mother of all that is good and pure. Ich meine, die beiden Carolinas (no Shaggy) haben nichts ausser einer Bedeutung im Sezessionskrieg (LOL, davon kann man sich heute einiges kaufen!), und der ist 250 Jahre her. South Carolina hat dazu nicht mal die Tarheels und den Jordan Michu.

- North Carolina. Das hatte ja da auch so eine Bedeutung im Sezessionskrieg, aber der ist eben 250 Jahre her. Dazu hatten die in North Carolina eben den Michael Jordan. Aber der ist hier zirka 25 Jahre her.

- Virginia. Mein Mann Joshua Smith kommt aus der Grenzregion zwischen South Carolina und Virginia, ist aber auf Virginia-Boden aufgewachsen. Er sagte immer: The good thing about growing up so close to a state like South Carolina is that you can see your state isn’t the only shithole in this country. LMFAO. Aber ab dem Übergang von Virginia zu…

- …Maryland, zugegeben, beginnt dann das Leben wieder (immerhin ist der Mann Biggie mal mit dem Caravan dahin gefahren, zusammen mit seinem Heimjungen Two-Tecs um diese Projekte zuübernehmen). Denn da liegt ja immerhin der District of Columbia.

Warum ich all diese Scheisse erzähle? Sehr simpel. Wir reden hier von 18 Stunden Autofahrt, also von min. zwei Tagen (bei Stops an der Küste und Spielen in Leinenhemden werden’s evtl. deren drei).  So oder so verbringt man viel Zeit im Auto. Man lebt darin. Das Ding muss also angenehm sein. Read: gross, geräumig, gute Stereoanlage, gute Klimaanlage, angenehme Knautschzone, massiv viel Stauraum, massiv viel Beinfreiheit, massiv hoher Spritverbrauch, auch fürs Feeling (der Kenner wie ich träumt von einem Cadillac Escalade, zur Not auch einem grossen Saturn oder Ford, denn bei Alamo haben sie’s nicht so mit den Caddys). Und Sie ahnen es bereits, meine Damen und Herren. Wer von den vier Versuchskaninchen hat den Wagen gebucht? Richtig: die Person, der bei den Tags “hoher Spritverbrauch” oder “Blaupunkt 50 Watt mit Subwoofer” die (nicht vorhandenen) Schwellkörper zwischen den Beinen eben nicht anschwellen. Nun ja, es ist nicht so, dass meine Wenigkeit den Skatermichi nicht vor Wochen schon gewarnt hätte, aber man wollte ja nicht auf die graue Eminenz hören. Zehn Sekunden auf Alamo.com reichen, ich prognostiziere das hier:

Kategorie Standard. 4 Passengers. 4 Pieces of Luggage. Plus der übliche Standardshit. Ist ökonomisch, auch wegen dem Verbrauch und so, Bastien-Style. Man endet dann mit einem Chevrolet (neinein, nicht Impala) oder einem Ford Mondeo. [Or similar vehicle natürlich, haha!]

Darob schmunzelnd logge ich mich also beim Gesichtsbuch ein, und da hat eine Kollegin von mir gerade heute Pics von ihrem Trip durch Kanada gepostet. Die war jetzt ein halbes Jahr da, hat sich offensichtlich mit den Annehmlichkeiten vertraut gemacht und ist jetzt zum Abschluss ihres Aufenthalts reisen gegangen. Mietwagen sah so aus:

Genau. GMC Yukon. Und während obenerwähntem Bastien ob dieses Grills die Haare zu Berge stehen, denkt unsereiner: geil, mega komfortabel für lange Fahrten.

In diesem Sinne, frohe Fahrt an unsere Dame und die Herren!:-)

 

 

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Another day…

Vermischter Schwachsinn 9 Comments

…another dollar, meine Damen und Herren, und während wir mit Erstaunen feststellen, wie andere Schweizer Blogger jetzt plötzlich auch das Wort hilariös verwenden und dabei vergessen, dass korrekte Inspirationsangabe das mindeste wäre (z.B. “hilariös (c) Emmster”), bereiten wir uns auf heute abend im A.G. vor, weil der junge M da die Filets auf den Grill wirft. Er tut dies, weil er am Freitag in die USA abhaut, weil er da rumreist und nachher vier Monate im gebogenen Kanada studieren geht. Darum musste unsereins heute früh im Büro sein, damit ein zeitlich korrektes Abhauen in den Abendstunden in den Bereich des Möglichen rückt. Viertel vor acht Uhr morgens, und ich bin bereits das erste oder auch zweite Mal wieder müde, (c) Prestige.

Nebst der Tatsache, dass wir den Skatermichi@hotmail natürlich auch menschlich arg vermissen werden, hat die Sache natürlich auch sonst Konsequenzen, denn weder Vocoder noch Autotuner passen in des Michis Reisesidebag, no Freitag, das Keyboard hat neben seinem Schuletui auch keinen Platz mehr, und auf meinen Tipp, er solle doch wenigstens seine Produktionssoftware auf das Macbook laden, entgegnete Dude mir, er hätte keinen Platz mehr auf der Festplatte, dieser werde von einer Bildersammlung bestehend aus schwangeren kanadischen Elchen, kopulierenden Eichhörnchen aus dem Grossraum Vancouver und einem Geheimrezept für betörenden Ahornsirup besetzt. Read: Der Herr kann die nächsten Monate nicht wirklich produzieren. Also hat er mir jetzt noch mad Beats geschoben (n/h), damit ich während seiner Abwesenheit den Output hoch halten kann. Zugegeben, über die ganze Zeit, also bis Weihnachten, werde ich unsere aktuelle Pace kaum halten können, schliesslich ist das, was wir gerade rausgeben, auch Zeug, das schon länger auf unseren Nichtwechselfestplatten schmort, aber immerhin, ein bisschen was sollte schon gehen. Womit wir bei der musikalischen Seite wären:

Das Zeug, das ich bis jetzt gekriegt habe, ist sehr soulful, eher ruhig, erinnert irgendwo an Common (ich sag jetzt nicht, dass es so gut ist, aber stilistisch war das die erste Referenz, die mir eingefallen ist), und nebst der Tatsache, dass es da einiges gibt, was man sehr fühlen kann, bin ich  mir grundsätzlich nicht ganz sicher, ob dieser leicht mahnfingerische Intellektuellen-Peret-Look von Common ein guter Look ist oder eben eher nicht – mal ehrlich, Dude ist faszinierend und alles, aber em Ende des Tages gebe ich mir dessen Zeug einfach nicht so häufig wie – sagen wir mal – lockerflockige Punchlines über Koksschiebereien. Und da die Schweiz darüberhinaus der Albtraum der Musikindustrie ist, quasi der Ja Rule der Musikindustrien (längst irrelevant aber ohne das einzusehen) muss ich diese seelenvolle Schiene mit anderem Zeug ergänzen. Also nehme ich wohl noch ein, zwei, drei schnellere, discoide Sachen mit aufs Album, denn der Hands hat da auch schon vor längerer Zeit die Kochtöpfe in seiner Produktionsecke angeheizt. Aber die Beats von Herrn Solo kann ich nun nicht einfach für irgendwelche Hierladmalrunter-Releases verschleudern, da muss dann wieder was richtiges her. Womit also dadurch nun die Arbeiten zu “Glanz & Gloria” faktisch begonnen haben. Zeitlicher Progress tbd, Releasedate tbd, Releaseform liegt ebenfalls noch völlig in der Luft (mal ehrlich, wenn der Stern Ädu die Singles schon gratis raushaut, was dann?), aber faktisch ist das Zeug, an dem ich ab sofort arbeite, dann wohl Zeug für “Glanz & Gloria”. Ich muss jetzt halt neue Features suchen, wenn die Fabienne L. nicht mehr drauf kommt (habe wie von ihr angewiesen ihr Management angerufen, da hiess es, sie sei auf 200bpm-Elektro-Disco im Brävdu am heiss sein), aber da wird sich bestimmt was finden lassen.

So weit so gut. In der Zwischenzeit ist das Album vom dicken Josef aka Seppi Riss aka Fat Joe rausgekommen, und der Pusha T aka einer der besten 5 Rapper alive hat den Track massivstens umgebracht:

 

Was mich zu einer wichtigen Frage bringt: warum genau sagen die wirklich, wirklich interessanten Acts das OAF immer ab? Warum kamen die Herren Wayne und Jeezy nicht, warum kamen the Clipse nicht, warum kam Big Boi nicht? Eigenartige Tendenzen… Your thoughts?

Anyways. Guten Mittwoch.

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Young M – A.A.R.G.A.U.

Vermischter Schwachsinn 8 Comments

Und ein weiteres File von des jungen Ms Festplatte. Gruss an den Kanton Ihr wisst schon. Und wenn die Aargauer auch nur ein ganz kleinwenig Stolz haben, schicken sie diesen Track an jeden und jede Aargauerin dieses Planeten.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Young M – A.A.R.G.A.U.

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Schuster, bleib!

Vermischter Schwachsinn 10 Comments

Vor Jahren, meine Damen und Herren, hatten wir mal einen Plan und gründeten ein Fussballteam. Da trainierten wir dann auch ein paarmal (ich nicht, ich war/bin ja immer noch Vereinsfussballer). Jedenfalls ereiferte sich da mal ein damals 29-Jähriger und sagte zu einer der Commentbox dieses Blogs bekannten Persönlichkeit: “Hey, mir sind ächt guet, wemmer jetzt no chli trainiered…” Worauf die der Commentbox dieses Blogs bekannte Persönlichkeit diesem 29-Jährigen das Wort abschnitt und entgegnete: “F, Du bisch 29-gi, get real!” Das Team gibt’s inzwischen nicht mehr.

Szenenwechsel: So im Winter vor zwei Jahren hatte ich irgendwie mal die Idee, dass ich eigentlich DJ werden könnte. Der Grund war einfach: das simple “Durchhören” von Songs war mir nicht mehr genug, ich wollte wieder “aktiver” Musik hören, daraus entstand dieser Humbug. Hab mir dann beim alten Hands Solo ein altes Mischpult organisiert und zwei Turntables bei Diggy, dazu ein lächerlich schlecht organisiertes Serato aufgebaut und los ging’s (hey, meine Sets haben immer mit 3 am von Young Jeezy angefangen; Signature Style und 75 bpm und so, lmfao). Nachdem ich mit Hilfe eines Tutorials ziemlich schnell die ersten schicken Blends hingekriegt hatte, glaubte ich auch für einen kurzen Moment, dass an mir bis jetzt ein Riesentalent verloren gegangen sei und der A-Trak und ich so ungefähr in derselben Liga spielen würden. Kurzerhand schrieb ich dem Dude eine E-Mail mit dem Betreff: Get ready. Und nimm Dich in Acht, Du Loser, denn jetzt komme ich.  Drei Monate später gab ich Diggy die Turntables zurück. Klar, ich war immer noch mad talentiert (LOL, I wish!), aber ich musste einsehen, dass zwischen gutem DJ-ing und ein paar Blends Welten lagen. Welten nicht nur des Talents, sondern auch Welten des Übens, des Reorganisierens, Welten von Hindernissen, die eben nur der überwinden kann, der nicht nur talentiert ist, sondern auch gewillt, den Effort zu leisten -  nur der also, der DJ-ing wirklich gerne und von Herzen macht. Dafür hatte ich weder die Zeit noch das Durchhaltevermögen. Immerhin sah ich ein, dass ich nicht irgendein half-ass DJ sein wollte, der nachher den Promotern die Partylabels und den guten Djs den Markt kaputtmacht. Dann lieber gar kein DJ sein.

Die Moral dieser zwei Fabeln: Kunst, sei es Fussball-, DJ- oder Pornographie, kommt immer (und nur!!!) vom Wort “Können”. Und  Können, das ist in all diesen Künsten so (sogar beim Rappen), braucht sehr, sehr viel Arbeit, denn das in der Welt nur spärlich vorhandene Talent will dann auch jahrelang (read: JAHRElang!) gefördert werden. Und ja, jung anfangen muss man auch. Nicht umsonst sind chinesische Bodenturnerinnen bei ihrem ersten Weltmeistertitel gefühlte 2 Jahre alt (Knochenalter natürlich) und beziehen mit 15 die in China nichtvorhandene IV wegen Rückenproblemen. Nicht umsonst ist ein normaler Profisportler zwischen 20 und 35 und eben nicht 40. Und nicht umsonst gucken diese Menschen auf Jahre oder Jahrzehnte des Trainierens zurück. Und das gilt für körperliche wie intellektuelle “Künste” gleichermassen. Hey, sogar schnöde Ausbildungen wie die meinige nehmen Jahre in Anspruch, und das ist dann nicht mal Kunst, sondern “normales” Handwerk. 

Fazit: Das nächste Mal, wenn Ihr Euch mit 28 zwei Turntables (oder CDJs, loooool!) kauft, oder wenn Ihr Euch überlegt, jetzt auch mal zu bloggen, obwohl Ihr bis jetzt nur Bullshit mit Sahnehäubchen (oder zusammengepastete Fünfzeiler!) publiziert habt, oder wenn Ihr darüber nachdenkt, ob Rap jetzt Eure 16 Zeilen braucht, oder wenn Ihr nach abgeschlossenem KV, Zusatzausbildung und fünf Jahren Berufserfahrung daran denkt, es jetzt doch nochmal im Profibillard zu versuchen: think again, Schuster. Meistens gibt’s einen Grund, warum man noch nicht (erfolgreicher und guter) DJ/Rapper/Blogger/Profisportler ist. Und es wohl nie sein wird. 

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